Andere Länder, andere Umwelt-Sünden?

By Kirsten

Ich bin derzeit urlaubend in Rumänien unterwegs. Ich habe bereits einige neue Lieblingsplätze entdeckt und viele neue Eindrücke sammeln können. Zum heutigen Blog Action Day möchte ich von einigen Umwelt-Sünden bzw. -Problemen berichten, denen ich in diesem Land begegnet bin:

- (Plastik-)Müll entlang der Bahngleise. Trotz der üblichen Warnung auf allen Zugfenstern, bitte nichts aus dem Fenster zu werfen, findet dies offensichtlich nur wenig Beachtung.

- (Plastik-)Müll in Parks. Trotz Mülleimer in großer Anzahl findet sich der Müll auch sonst überall. Aus Unachtsamkeit?

- Zum Picknick bzw. Grillen ins Grüne fahren und dort einfach mal alles an Müll liegen lassen, den man so produziert. Und das nächste Mal dann an einer anderen Stelle?

Ich habe mich mit meinen Freunden hier in Rumänien darüber unterhalten. Vielen Menschen in Rumänien ist es entweder einfach egal oder überhaupt nicht bewusst, was ihr Müll anrichten kann. Umwelt? Soll sich doch jemand anderes drum kümmern.

In einer Grundschule habe ich ein Plakat zur Umwelterziehung gesehen. Meine Fragen, die ich habe: Was wird in Rumänien noch getan bzw. was kann/muß noch getan werden, um die Umwelt und deren Schutz in das Bewusstsein der Menschen zu rücken?

Und wie sieht es bei uns in Deutschland aus? Sind wir Umweltengel genug, wenn wir unseren Müll ordnungsgemäß getrennt entsorgen?

2 Antworten zu „Andere Länder, andere Umwelt-Sünden?“

  1. livefromjapan sagt:

    Interessant, Deine Beobachtungen aus Rumänien zu lesen, Kirsten. Das Thema „Müll“, dass Du ansprichst, ist eines, dass mich hier in Japan auch quasi dauernd verfolgt.

    Also eines muss man den Japanern lassen: Müll auf den Straßen liegt hier so gut wie gar nicht rum. Auf die Idee, Müll aus dem Zug zu werfen, oder nach dem Picknick einfach im Park liegen zu lassen, würde hier auch keiner kommen. Aber nur weil man den Müll nicht sieht, heißt das nicht, das Japan kein Müll-Problem hat. Im Gegenteil, wenn Japan in irgendeiner Disziplin wohl unngefochtener Weltmeister ist, dann im Müll-produzieren. Im Müll-trennen übrigens auch. Allerdings BRÄUCHTEN sie nicht soviel zu trennen, wenn sie nicht soviel produzieren würden. Und ehrlich gesagt, selbst wenn man die Hälfte aller Verpackungen weglassen würde, wäre alles was man so braucht und kauft immer noch in mehr als genug Lagen eingepackt.

    Umweltbewusstsein scheint hier eher auf einer oberflächlichen Ebene zu bleiben und im Alltag schnell vergessen und verdrängt zu werden. Plakataktionen gegen Plastikeinkaufstüten für jede Kleinigkeit, Mülltrennungsübungen in Schulen und Rabatt-Stempelkarten für’s Eigene-Einkaufstasche-mitbringen (ich sammel fleißig…) sind ja schön und gut, aber meistens siegt dann doch die Bequemlichkeit.

  2. Kirsten sagt:

    zum Thema Plastiktüten-Müll hier ein Artikel von Spiegel online:
    „Plastiktüten-Schwemme – Ein Beutel erstickt die Welt“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,510161,00.html

    ausser einem „WARUM???“ mir fällt dazu nichts ein…

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